Hochbegabung heißt nicht nur mehr denken. Sondern auch mehr wahrnehmen und mehr fühlen. Sie prägt die gesamte Persönlichkeit. Die meisten erwachsenen Betroffenen wissen nicht, dass sie hochbegabt sind.

Wann spricht man von Hochbegabung?

Es gibt verschiedenen Definitionen von Hochbegabung. Und es scheiden sich die Geister. Doch die allgemeingültige Theorie ist, dass man ab einem IQ von 130 von Hochbegabung spricht. Damit überschreitet man zweimal die Standardabweichung, die 15 beträgt. Denn der Durchschnitts-IQ ist mit 100 festgelegt.

Der Bereich der normalen Intelligenz liegt zwischen 85 und 115. Das betrifft 68 % der Bevölkerung. Von überdurchschnittlich intelligent, das sind 14 %, spricht man von 115 bis 130.

Und ab einem Wert von 130 gilt man als hochbegabt. Immerhin 2 % der Bevölkerung. Umgerechnet auf Österreich sind das rund 175.000 Menschen. In der Steiermark fast 25.000 Personen.

Aber am Ende des Tages sind die IQ-Werte einfach das, was man heutzutage wissenschaftlich gut messen kann. Aber es ist auch ein sehr eingeschränkter Blick, sich nur auf eine Zahl zu fokussieren. Denn Hochbegabung bedeutet vor allem: mehr denken, mehr fühlen und mehr wahrnehmen.

 

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Quellen

Andrea Brackmann: Jenseits der Norm – hochbegabt und hoch sensibel? Die seelischen und sozialen Aspekte der Hochbegabung bei Kindern und Erwachsenen

Jeanne Siaud-Facchin: Zu intelligent um glücklich zu sein? Was es heißt, hochbegabt zu sein